
Griechenlands neue Gourmet-Inseln
Türkisfarbenes Wasser, weiße Kykladenhäuser – dieses Bild von Griechenland tragen viele im Kopf. Doch abseits davon hat sich still und ambitioniert etwas entwickelt: Sternerestaurants mit Blick auf das Meer, Käse- und Weinproduktion direkt im Hotel, ein Festival, das internationale Spitzenköche für einen Monat auf eine Halbinsel holt. Griechenland ist längst auch ein Gourmet-Ziel – man müssen nur wissen, wo.
Inhaltsverzeichnis
- Warum wird Griechenland gerade zum Ziel für Gourmet-Reisende?
- Auf welchen Inseln lohnt sich eine Gourmetreise am meisten?
- Ein Sternekoch, vier Inseln: Ettore Botrinis Fresco
- Santorin: Zwei ausgezeichnete Küchen unter einem Namen
- Chalkidikis kulinarisches Highlight
- Peloponnes abseits der Klassiker
Warum wird Griechenland gerade zum Ziel für Gourmet-Reisende?
Kaum eine andere Destination hat ihre Küche in den letzten Jahren so konsequent aufgewertet wie Griechenland. Küchenchefs mit Sternen übernehmen die kulinarische Leitung ganzer Resorts. Lokale Erzeuger werden fester Bestandteil des Hotelerlebnisses, und mit Festivals wie dem Sani Gourmet wird Kulinarik selbst zum eigenständigen Reiseanlass. Eine Reise nach Griechenland lässt sich heute genauso gut über die Küche planen wie über die Insel an sich. Wir verraten Ihnen, welche Häuser diesen Anspruch geltend machen.
Auf welchen Inseln lohnt sich eine Gourmetreise am meisten?
Wer an Gourmet-Griechenland denkt, landet fast automatisch bei den Klassikern – und das aus gutem Grund: Santorin, Chalkidiki, Kos und Korfu sind nicht nur die meistgefragten Regionen, sie sind auch die Inseln, wo sich das kulinarische Niveau in den letzten Jahren am sichtbarsten weiterentwickelt hat. Auch der Peloponnes rückt zunehmend in den Fokus – ruhiger, aber kulinarisch keineswegs im Schatten der Inseln.
Ein Sternekoch, vier Inseln: Ettore Botrinis Fresco
Was die Ikos-Gruppe kulinarisch auszeichnet, ist ein durchgehendes Prinzip: Michelin-Sternekoch Ettore Botrini verantwortet das italienische Restaurant Fresco auf allen vier Inseln. In Chalkidiki trägt das italienische Restaurant in Ikos Oceania seine Handschrift ebenso wie auf Korfu in Ikos Dassia und auf Kos in Ikos Aria. Im neu eröffneten Ikos Kissamos auf Kreta geht Botrinis Rolle sogar noch weiter: Neben dem Fresco verantwortet er hier auch das Restaurant Kriti, das sich ganz der kretischen Küche widmet – zeitgenössisch interpretiert, aber mit tiefen Wurzeln in der Region.



Vier Inseln, eine Sternehandschrift – wer die Ikos-Gruppe bereist, kann sich also auf ein wiederkehrendes Qualitätsversprechen verlassen.




Santorin: Zwei ausgezeichnete Küchen unter einem Namen
Kaum eine Hotelgruppe zeigt so deutlich, wie kulinarisch ambitioniert Santorin geworden ist, wie Andronis. Im Andronis Boutique Hotel kocht das Team im Lauda, dem seit 1971 ältesten Restaurant Oias und einst dem einzigen Ort im Dorf mit Telefonanschluss. Das Menü wurde ursprünglich mit 3-Sterne-Koch Emmanuel Renaut entwickelt, heute leitet es Head Chef Orestis Sotiriou und interpretiert Santorins vulkanischen Boden, einheimische Rebsorten und frischen Fisch neu, ohne die griechischen Wurzeln zu verlieren. Wer möchte, bucht das Chef’s Table-Erlebnis mit Weinbegleitung aus lokalen und internationalen Lagen. Beim Goldenen Skufos, dem griechischen Pendant zum Gault-Millau, erhielt Lauda 16 von 20 Punkten.
Nur wenige Schritte entfernt liegt das Lycabettus im Andronis Luxury Suites – buchstäblich in die Caldera-Klippe gebaut und einst auf dem Titel von National Geographic, gilt die Terrasse als einer der schönsten Essplätze Santorins. Unter Executive Chef Christos Karagiannis dreht sich die Karte um Meeresfrüchte und mediterrane Aromen, serviert als griechisches oder internationales 9-Gänge-Degustationsmenü. Wer es noch persönlicher mag, bucht den Sommelier’s Table und lässt sich durch eine Weinkarte führen, die von Santorins vulkanischen Rebhängen bis nach Übersee reicht. Beim Goldenen Skufos erreichte das Lycabettus 15 von 20 Punkten. Das dreifach von Forbes Travel Guide ausgezeichnete Haus, in dem das Restaurant liegt, unterstreicht dabei nur, was auf dem Teller ohnehin spürbar wird.
Zwei Häuser, zwei ausgezeichnete Küchen, eine gemeinsame Handschrift: Wer kulinarisch nach Santorin reist, kommt an Andronis kaum vorbei.


Chalkidikis kulinarisches Highlight
Einmal im Jahr wird Chalkidiki selbst zur Bühne für die internationale Gourmetszene. Beim Sani Gourmet Festival – 2026 vom 10. Juli bis 7. August – übernimmt jeden Freitagabend ein anderer international ausgezeichneter Gastkoch die Küche im Restaurant Elia im Sani Resort, mit Blick auf die Ägäis. Jeder Koch entwickelt ein eigenes Degustationsmenü exklusiv für diesen einen Abend, die Gästezahl bleibt bewusst limitiert für einen intimen Rahmen. 2026 zählen unter anderem Pierre Gagnaire, Pia León, Albert Adrià und Daniel Humm zum Line-up.
Experten-Tipp: Hier finden Sie mehr zum Sani Resort selbst und zahlreiche Insider-Tipps – das Festival allein ist schon ein guter Grund, die Reise genau in diese Wochen zu legen.
Peloponnes abseits der Klassiker
Wer es ruhiger mag, ohne auf kulinarisches Niveau zu verzichten, findet am Peloponnes eines der bemerkenswertesten Kapitel der griechischen Gourmetszene. Im Amanzoe trifft reduzierte Aman-Ästhetik auf eine ausgesprochen erdverbundene Küche: Auf der hoteleigenen Bostani-Farm wachsen Auberginen, Tomaten und die berühmten Melonen der Region. Sie werden wöchentlich zu einem kuratierten griechischen Dinner verarbeitet, das die Geschichte ihrer Herkunft erzählt. Wer es festlicher mag, bucht ein Degustationsmenü im offenen Amphitheater unter freiem Sternenhimmel. Die geschwungene Steinkulisse öffnet dabei den Blick über die Hügel der Argolis.
Im Mandarin Oriental Costa Navarino verbindet sich internationale Handschrift mit den Erzeugnissen der Navarino-Region. Griechische, italienische, levantinische und französische Küche stehen hier gleichberechtigt nebeneinander. Eingebettet ist das Ganze in eines der größten kulinarischen Ökosysteme Griechenlands: über 40 Restaurants und Bars entlang der gesamten Costa Navarino.
Auch das neu eröffnende Six Senses Porto Heli bleibt einer der Namen, die in den kommenden Monaten spannend bleiben.


Wir planen Ihre kulinarische Griechenland-Reise
Ob Santorin, Chalkidiki oder Peloponnes – als Mitglied der Takumians by Traveller Made kennen wir die Häuser und ihre Küchenchefs. Gerne wir Ihnen eine Reise zusammen, die genau zu Ihrem Geschmack passt.
Ihre Luxus Reiseprofis
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich eine Reise gezielt zum Sani Gourmet Festival?
Ja – das Festival findet nur einmal jährlich statt und bringt internationale Spitzenköche für wenige Wochen ins Sani Resort, was die Reise auch für Nicht-Feinschmecker zu einem besonderen Erlebnis macht.
Muss man Hotelgast sein, um in den genannten Restaurants zu essen?
Das ist von Haus zu Haus unterschiedlich – bei einigen Andronis-Restaurants sind auch externe Reservierungen möglich, das lässt sich individuell klären.
Welche Insel eignet sich am besten für eine reine Gourmetreise?
Santorin bietet mit Andronis aktuell die dichteste Konzentration ausgezeichneter Küchen auf kleinem Raum, Chalkidiki punktet durch die Kombination aus Ikos-Resorts und dem Sani Gourmet Festival.
Ist Griechenland auch für Weinliebhaber interessant?
Durchaus – gerade auf Santorin hat der vulkanische Boden eine eigene, sehr eigenständige Weinkultur hervorgebracht, die viele Hotels inzwischen aktiv in ihr kulinarisches Konzept einbinden.
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